Kleine Forscher im Zauberwald

Gemeinsam mit dem „Gänseblümchen Frederike“, mit dem wir unser Sommerfest gefeiert hatten,

gingen die Zauberwaldkinder einige Tage später auf Entdeckungsreise – und erlebten Forschertage im „Zauberwald“:

Frederike träumte immer noch manchmal davon, so groß zu sein, wie ein Apfelbaum.

Eines Tages schaute sie in den Garten des Kindergartens im „Zauberwald“ und entdeckte Kinder, die in ihren Becherlupen kleine Tierchen gesammelt hatten und sich diese ganz genau anschauten.

Es waren Käfer, Grashüpfer, Spinnen, Regenwürmer und Tausendfüssler. Wenn sie nicht wussten, welche Tiere wir gefunden hatten, schauten sie in ihren Tierbüchern nach.

An einem Regentag hatte sich viel Wasser in den Kindergartenpfützen gesammelt. Es wurde Matschsuppe und andere leckere Dinge damit gekocht, und überlegt, wie dieses schmutzige Wasser wieder gereinigt werden könnten.

Ein Kind hatte die Idee, dies mit einem Sieb zu versuchen. Das wurde ausprobiert, aber da floß zuviel Schmutz mit hindurch. Die Löwenkinder, unsere Vorschulkinder, erinnerten sich an ihren Besuch bei den „Wassern der Bracht“ im letzten Jahr und dass in dem kleinen „Wasserhäuschen“ das Trinkwasser gefiltert wurde.

So einen Filter bauten sie jetzt mit grobem und feinem Kies und Sand in einer abgeschnittenen, umgedrehten Plastikflasche und gossen das Schmutzwasser hindurch.

Das Wasser, das dann in ein Glas tröpfelte, war deutlich sauberer als vorher. Um es noch sauberer zu bekommen, haben wir noch einen Kaffeefilter in einem Trichter in die Flasche gesteckt.

Es hat uns Spaß gemacht, immer wieder Schmutzwasser durch den Filter laufen zu lassen.

Frederike hat uns auch zugeschaut, als wir alle bunte Windräder bastelten.

Leider war es im Kindergarten nicht windig genug, um sie zum Drehen zu bringen. Dafür haben wir sie kräftig angepustet – Wind hat Kraft → Windkraft

Und wir haben entdeckt, wie stark die Sonne sein kann.

Wir haben ein Glas mit schwarzer Folie beklebt und eines mit weißer.

In beide Gläser wurde Wasser hineingefüllt und dann in die Sonne gestellt.

In welchem Glas war das Wasser wärmer?

Wir fühlten mit unseren Fingern und erkannten, dass es im schwarzen Glas wärmer war.

Die schwarze Farbe speichert die Wärme besser.

Unterstützt wurden diese Forschertage mit Materialien der Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, die in diesem Jahr unter dem Motto: „Wie funktioniert eigentlich unsere Erde?“ standen.

Auch im „Zauberwald“ experimentieren  die Kinder mit großer Begeisterung und sind neugierig auf spannende Entdeckungen.

Vor unserem Gänseblümchenfest wurde ebenfalls schon geforscht: die Kinder, die im Sommer zu Löwenkindern werden, untersuchten das Wasser und die spannende und geheimnisvolle Welt der Lebewesen im Bach.

Gemeinsam mit Frau Hufmann von der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung in Rodenbach marschierten sie zur Bracht, die direkt an unserer Wiese vorbeifließt.

Ausgerüstet mit Kescher, Eimer und Becherlupe wurden Schnecken, Würmer und Köcherfliegenlarven gesammelt. Anhand der gefundenen Tiere und Pflanzen konnte Frau Hufmann feststellen, welche Qualität das Wasser hat – eine gute, wie sich herausstellte.

Alle Tiere wurden natürlich am Ende des Vormittags wieder in ihre Freiheit entlassen.

Für ihre Wasserforschungen erhielten alle Kinder eine Forscherurkunde, die sie stolz mit nach Hause nehmen durften.

Zu unseren Forschertagen gehörte auch eine Kräuterwanderung mit der Kräuterführerin Anja Seipel.

Dass man Gänseblümchen auch essen kann, hatten wir schon von Frederike gelernt. Auch dass sie ihr Köpfchen immer zur Sonne dreht und bei Regen ihre Blüte geschlossen lässt.

Nun gingen die Löwen- und Faustloskinder mit Anja auf Wanderschaft, um noch andere Kräuter zu erkunden.

Welche können wir essen? Welche helfen uns, wenn wir krank sind?

Dies erzählte und zeigte uns Anja Seipel auf einem kleinen Spaziergang in Richtung Horstmühle.

Wie fasse ich eine Brennnessel an, ohne mich zu verbrennen und wie kann ich mit Johanniskraut Fingerabdrücke machen?

Aus welchen Kräuter kann ich Tee oder Limonade herstellen?

Wir haben uns Kränzchen aus Klettenlabkraut geformt und Kräutersträußchen gepflückt.

Das war ganz schön spannend und wir haben eine Menge gelernt.

Einige von uns haben das natürlich auch zuhause erzählt und weiter Kräuter gesammelt.

Forschen und Entdecken, das war eine tolle Sache und das Gänseblümchen Frederike war immer dabei.

Die Kosten für die Exkursion der kleinen Wasserforscher und die Kräuterwanderung

wurden vom Förderverein KiLiBi übernommen.

Die „Zauberwaldkinder“ sagen „Danke“.

(mw)

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